31. Hallenturnier um den Bürgermeisterpokal in Falkensee: Bester Torschütze, bester Torwart, guter zweiter Platz.

    Datum: 2. Januar 2023

    Das ist in Falkensee eine liebgewonnene Tradition: Kurz vor dem Jahreswechsel treffen die regionalen Fußballmannschaften in einem Hallenturnier um den Bürgermeisterpokal aufeinander. Bei der 31. Neuauflage am 30. Dezember schielten acht Teams auf den Pokal. Am Ende jubilierte der SV Grün-Weiß Brieselang vor unserer Mannschaft von Blau-Weiss Spandau. Bürgermeister Heiko Müller übergab die von ihm gestifteten Pokale höchstpersönlich an die drei Siegerteams

    So ein Ärger: Zwei Jahre lang musste das beliebte Hallenturnier um den Bürgermeisterpokal in Falkensee pausieren. 2019 rollte der Ball das letzte Mal in der Stadthalle, anschließend sorgte Corona für eine Absage des Fußball-Events. 

    2022 konnte der Verein SV Falkensee-Finkenkrug endlich wieder die Planung aufnehmen. Andreas Mahnke, kommissarischer Leiter der Fußballabteilung im SVFF, hatte die Einladungen für das Turnier ausgesprochen: „Der SV Dallgow 47 hatte kurzfristig abgesagt, weil es ihm nicht gelungen ist, die Spieler für ein Team aufzustellen. Kurzfristig ist der Berliner Bezirksligist Blau-Weiss Spandau eingesprungen.“ 

    Der SVFF stellte als Veranstalter gleich drei Mannschaften. Team SV Falkensee-Finkenkrug I (Brandenburgliga), Team SV Falkensee-Finkenkrug II (Kreisoberliga) und SV Falkensee-Finkenkrug III (1. Kreisklasse) mischten so im Wettstreit um den Bürgermeisterpokal mit. Gemeldet waren aus dem Osthavelland außerdem die Teams SV Grün-Weiß Brieselang (Landesliga), Eintracht Falkensee (Landesklasse), Eintracht Falkensee II (2. Kreisklasse) und SV Blau-Gelb Falkensee (Landesklasse).  

    Konnten die Veranstalter beim 30. Jubiläumsturnier um den Bürgermeisterpokal der Stadt Falkensee noch 372 Zuschauer bejubeln, so nahmen nach der Corona-Pause bereits 515 Fußballfreunde auf den beiden Tribünen Platz. Die Fans der einzelnen Mannschaften machten auf den Rängen ordentlich Stimmung und sorgten so für mächtig Fußballatmosphäre. Einzig die lautstarken Fans von Grün-Weiss Brieselang übertrieben es etwas mit ihrem Jubel. Sie mussten ermahnt werden, als die ersten Becher auf den Hallenboden flogen. 

    Die Zuschauer bekamen ab dem Turnierstart um 17 Uhr ordentlich etwas geboten. Beim Hallenfußball gibt es keine Langweile, hier fliegt der Ball ziemlich schnell in Richtung Tor. Spektakuläre Stürze, toll ausgeführte Spielzüge und irre Paraden der Torwarte: Aus nächster Nähe konnten die Fans lokalen Fußball mit richtig viel Pfeffer bestaunen. 

    In der Vorrunde spielten je vier Mannschaften in zwei Gruppen gegeneinander, um das beste Team zu küren. In dieser Phase dauerte ein Spiel zehn Minuten – ohne Pause und ohne Wechsel der Seiten. Überhaupt gab es ein paar besondere Regeln beim Hallenfußball, die man kennen muss: So darf auch der Torwart zum Feldspieler werden und ein Tor erzielen. Der Ball selbst darf immer nur aus der gegnerischen Hälfte heraus zum Tor eingenetzt werden. Es gibt keinen klassischen Einwurf: Der Ball muss mit dem Fuß eingedribbelt werden. Freistöße sind indirekt auszuführen. Und bei einer Gelben Karte muss der entsprechende Spieler für zwei Minuten auf einem Stuhl an der Seitenlinie Platz nehmen und seine Zeitstrafe im wahrsten Sinn des Wortes „absitzen“. 

    Den durchaus sehenswerten Pokal, den die drei besten Mannschaften des Turniers mit nach Hause nehmen durften, hatte Bürgermeister Heiko Müller spendiert. Die Tradition des inzwischen 31-jährigen Hallenturniers geht noch auf Bürgermeister Jürgen Bigalke zurück, der den ersten Pokal gestiftet hatte. Heiko Müller: „Wir haben beim 31. Hallenturnier gute und spannende Spiele gesehen. Wichtig ist mir vor allem: Es waren sehr faire Spiele, es gab kaum Fouls zu ahnden. Das ist gut so, denn am Ende sollen alle Spieler gesund nach Hause gehen.“ 

    Die besten vier Mannschaften der Herren kamen in die K.O.-Runde. Hier liefen die Spiele bereits über 12 Minuten, aber ebenfalls ohne Pause. Im ersten Halbfinale trennten sich der FV Blau-Weiss Spandau und der SV Falkensee-Finkenkrug I mit dem Ergebnis 3:2. Beim zweiten Halbfinale vom SV Blau-Gelb Falkensee gegen den SV Grün-Weiß Brieselang stand es am Ende der Spielzeit 2:2. Die Entscheidung musste also beim 9-Meter-Schießen getroffen werden. Hier konnte der Torwart von Brieselang den Ball besser aus seinem Kasten halten – die Partie endete 4:5. 

    Im Match um Platz 3 kam es erneut zu einem 9-Meter-Schießen, was die Zuschauer angesichts der spannenden Torschüsse natürlich sehr gefreut hat. Der SV Blau-Gelb Falkensee setzte sich 4:5 gegen den SV Falkensee-Finkenkrug I durch. 

    Das mehr als spannende Finale zeigte die im Turnier besten beiden Mannschaften, die sich auf dem Spielfeld nichts schenkten. Am Ende holte sich der SV Grün-Weiß Brieselang mit 1:2 den Sieg: Die Mannschaft freute sich über den Pokal und feierte vor den eigenen Fans.

    Der kurzfristig eingesprungene FV Blau-Weiss Spandau gab sich mit Platz 2 zufrieden. Immerhin: Torschützenkönig (4 Buden) Marlon Huthmann und der beste Torwart des Turniers Ritchie Böcker kamen beide aus Spandau.  

    Text/Fotos: Carsten Scheibe 

    Dieser Artikel wurde für die Homepage von Blau-Weiss Spandau redigiert und gekürzt. Der vollständige Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 203 (2/2023) und ist über den folgenden Link abrufbar.

    Von: Bernd Schuster

    2. Vorsitzender | Trainer 1. C

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